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1. Mai-Komitee Zürich


Identifikation

Signatur:

Ar 201.217

Entstehungszeitraum / Laufzeit:

1984-2000

Umfang:

0.5 m


Kontext

Verwaltungsgeschichte / Biographische Angaben

Das 1. Mai-Komitee versteht sich als Dachorganisation politischer Linksparteien und-organisationen, von Exil-Gruppierungen bis hin zu politisch-kulturellen Organisationen. Seit 1992 ist das Komitee als Verein konstituiert. Die Vereinsmitgliedschaft ist Organisationen vorbehalten, Privatpersonen sind im Verein „Freunde und Freundinnen des 1. Mai“ zusammengeschlossen. Die 1.Mai-Demonstration wird seit 1999 jeweils gemeinsam vom Gewerkschaftsbund der Stadt Zürich und dem 1.Mai-Komitee organisiert.

Seit 1890 wird in Zürich der Internationale Tag der Arbeit mehr oder weniger feierlich begangen. Traditionell organisierte das Gewerkschaftskartell (heute Gewerkschaftsbund) der Stadt Zürich den Tag der Arbeit. Der übliche Ablauf war dabei wie folgt: Besammlung an der Bäckerstrasse, Umzug (Stauffacher, Sihlporte, Uraniastrasse, Bahnhofstrasse, Paradeplatz). Auf dem Münsterhof fand die Schlusskundgebung statt. Am Abend und am folgenden Tag organisierte das Kartell ein Volksfest in der Stadthausanlage. Im Jahre 1981 wurde der Anlass des Gewerkschaftskartells von Jugendlichen aus dem Umkreis der AJZ-Bewegung empfindlich gestört und musste frühzeitig abgebrochen werden. 1982 organisierten SP-Sektionen, POCH (Progressive Organisationen der Schweiz), PdA (Partei der Arbeit) und weitere Gruppierungen am Abend des 1. Mai erstmals einen eigenen Anlass in der Roten Fabrik. Allerdings fand dieser noch nicht unter einem eigentlichen „1. Mai-Komitee“ statt. Die Homepage des 1. Mai-Komitees gibt bereits das Jahr 1980 als Entstehungszeitpunkt des Komitees an. Ab 1983 wurden Schlusskundgebung und Volksanlass nach Aussersihl verlegt, wo das 1. Mai-Komitee seither mit wechselnder Ausdehnung auf dem Kasernenareal, dem Helvetiaplatz und der Bäckeranlage einen Markt mit international geprägten Ess- und Politständen, Konzerten und anderen kulturellen Angeboten organisiert. Mit der Verlegung der Schlusskundgebung auf den Helvetiaplatz wurden die Festaktivitäten zuerst am Helvetiaplatz selber, dann in der Bäckeranlage durchgeführt. Schliesslich fand das 1.Mai-Komitee im Kasernenareal einen idealen Platz für die Durchführung von Veranstaltungen am und um den 1. Mai. Im Jahr 2008 wurden Kundgebung und Fest räumlich und zeitlich klar getrennt.

Übernahmemodalitäten

Die Unterlagen gelangten im Dezember 2007 aus dem Volkshaus Zürich ins Schweizerische Sozialarchiv. Die Übernahme wurde von Monika Saxer, Comedia Zürich, betreut.


Inhalt und innere Ordnung

Form und Inhalt

Neben den Organisationsakten des 1.-Mai-Komitees (Protokolle, Korrespondenz, Drucksachen, Reglemente, etc.) sind einzelne Fotodokumente und Objekte (Buttons) vorhanden.

Bewertung und Kassation

Kassiert wurden Mehrfachexemplare, Formulare und Buchhaltungsunterlagen.

Neuzugänge

Neuzugänge werden erwartet.


Zugangs- und Benutzungsbedingungen

Zugangsbestimmungen

Der Bestand ist im Lesesaal des Schweizerischen Sozialarchivs ohne Benutzungsbeschränkungen einsehbar.

Sprache/Schrift
Unterlagen in deutscher, italienischer, spanischer, türkischer und anderen Sprachen.

Sachverwandte Unterlagen

Verwandte Verzeichnungseinheiten
Veröffentlichungen

Urs Anderegg: Der 1. Mai in der Schweiz. vom Traum einer besseren Welt, Marburg 2008, Signatur: 119229

1 Mayis=1o maggio=1o de mayo=1 Gulan=1. Mai=Awwal Ayar: 1890-1990. Parolen, Programme, Infos; hrsg. zum 1. Mai 1990 vom 1.-Mai-Komitee; in Zusammenarbeit mit SP und Gewerkschaftsbund Zürich, Zürich 1990 (in Sachdokumentation, Signatur: QS 50.6)


Verzeichnungskontrolle

Informationen der Bearbeiter*in

Bearbeitet von Oliver Waddell im Januar 2008.