Verein für Unterstützung bedürftiger Schulkinder Riesbach


Identifikation

Signatur:

Ar 734

Entstehungszeitraum / Laufzeit:

1890-1987

Umfang:

1.3 m


Kontext

Verwaltungsgeschichte / Biographische Angaben
Der «Verein für Unterstützung bedürftiger Schulkinder in Riesbach», abgekürzt VUR, wurde 1884 durch Johannes Reimann-Kern gegründet. Reimann amtete als Lehrer und Gemeinderat von Riesbach und setzte sich dafür ein, mit öffentlichen und privaten Mitteln einen Fonds zu bilden, um arme Kinder zu unterstützen. Es wurde eine Kommission eingesetzt, welche im Sommer 1884 eine erste Ferienmilchkur durchführte. Mittels Abgabe von frischer Kuhmilch sollten schwächliche Kinder gestärkt werden. Um die Unterstützung für bedürftige Kinder zu verstetigen, wurde noch im selben Jahr der Verein gegründet. Infolge der Stadterweiterung 1893 und der Eingemeindung Riesbachs arbeitete der VUR zunehmend mit den städtischen Behörden und Initiativen im Bereich der Fürsorge zusammen. Neben der Ferienmilchkur, welche 1944 eingestellt wurde, bestanden weitere Tätigkeiten des VUR in der Durchführung von Ferienkolonien, einer Suppenküche sowie der Abgabe von Schuhen und Kleidern. Der Verein finanzierte sich über Spenden und öffentliche Mittel. Der Verein existiert noch heute, der Bestand endet jedoch vorläufig im Jahr 1966.

Der Bestand enthält eine sehr umfangreiche Buchhaltung über die verschiedenen Vereinstätigkeiten. Hervorzuheben sind die umfassende Zusammenstellung von Unterstützungsgesuchen für Kinder aus den Jahren 1913-1966 sowie die detaillierten Verzeichnisse über die teilnehmenden Kinder von Ferienmilchkur und Ferienkolonie, welche Auskunft über die familiären, sozio-ökonomischen, gesundheitlichen und schulischen Verhältnisse der Kinder geben. In geringerem Umfang enthalten ist Korrespondenz sowie Dokumente Dritter betreffend dem Thema Fürsorge.

Inhalt und innere Ordnung

Bewertung und Kassation
Es wurden Dubletten kassiert.
Neuzugänge
Es werden keine Neuzugänge erwartet.

Zugangs- und Benutzungsbedingungen

Zugangsbestimmungen
Der Bestand ist im Lesesaal des Schweizerischen Sozialarchivs ohne Benutzungsbeschränkungen einsehbar.
Sprache/Schrift
Unterlagen in deutscher Sprache.

Verzeichnungskontrolle

Informationen der Bearbeiter*in
Bearbeitet von L. Stampfli im Dezember 2025/Januar 2026.