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Verband genossenschaftlicher Bau- und Industrieunternehmungen VGB, Association d'entreprises coopératives industrielles de construction ACC


Identifikation

Signatur:

Ar 438

Entstehungszeitraum / Laufzeit:

1932-2004

Umfang:

1.55 m


Kontext

Verwaltungsgeschichte / Biographische Angaben

Gegründet 1932 als Schweizerischer Verband sozialer Baubetriebe (VSB). Der Zusammenschluss verschiedener Produktivgenossenschaften beruhte auf einer Initiative des Schweizerischen Gewerkschaftsbundes. Ziel war es, die wirtschaftlichen Kräfte der Arbeiterbewegung zu organisieren. An der Gründungsversammlung am 2. Juli 1932 beteiligten sich insgesamt 17 Produktivgenossenschaften, eine Baugenossenschaft und der Gewerkschaftsbund. Als Zweck des VSB bezeichneten sie die gemeinsame Wahrung der Interesse der angeschlossenen Betriebe, die Zusammenarbeit unter den Genossenschaften, die Förderung zweckmässigen Bauens, rationeller Betriebsführung und einer einheitlichen Rechnungsrevision sowie die Propaganda für die sozialen Baubetriebe. 1944 schaffte der VSB einen Solidaritätsfonds, um seinen Mitgliedern kurzfristige Darlehen als Betriebskredit zu gewähren. 1957 hatten sich dem VSB bereits 46 Produktivgenossenschaften angeschlossen. Mit dem Abflauen der Hochkonjunktur nach 1973 ging die Mitgliederzahl von Jahr zu Jahr zurück. Beim 50-Jahr-Jubiläum 1982 waren noch 29 Genossenschaften im Verband organisiert, im Jahr 2005 noch 16. 1975 wurde der VSB umbenannt in „Verband schweizerischer Produktivgenossenschaften“. Die Zweckbestimmungen blieben de facto unverändert. 1999 wurde nochmals eine Namensänderung vorgenommen in „Verband genossenschaftlicher Bau- und Industrieunternehmungen“. Auf Antrag des Zentralvorstands fällte die Generalversammlung vom 25. September 2009 den Beschluss, den VGB per 31.12.2009 aufzulösen. Als Liquidator wurde Erich Fuchs, Präsident VGB, gewählt. Der Grundstein für die Liquidation war mit der Annahme neuer Statuten bereits anlässlich der Generalversammlung vom 26.08.2008 gelegt worden.

Übernahmemodalitäten

Der Bestand des Verbandes genossenschaftlicher Bau- und Industrieunternehmungen VGB gelangte am 15. November 2005 aus den Räumlichkeiten der GEMI in Erlenbach ins Schweizerische Sozialarchiv. Die Ablieferung wurde von Erich Fuchs betreut. Im Dezember 2018 wurden die Akten der letzten Verbandsjahre, insbesondere Unterlagen zur Liquidation des Verbandes, nachgeliefert.


Inhalt und innere Ordnung

Form und Inhalt

Der Archivbestand enthält: Protokolle und Akten der Verbandsorgane (Generalversammlung, Zentralvorstand, Geschäftsleitung), Korrespondenz, Jahresberichte, Unterlagen der Verbandsmitglieder (u.a. Jahresberichte, Prospekte, Statuten), Unterlagen zur Verbandsgeschichte, Jubiläumsakten, Finanz- und Gesellschaftsakten, Unterlagen zur Liquidation, Verschiedenes.

Neuzugänge

Es werden keine Neuzugänge erwartet.


Zugangs- und Benutzungsbedingungen

Zugangsbestimmungen

Der Bestand ist im Lesesaal des Schweizerischen Sozialarchivs ohne Benutzungsbeschränkungen einsehbar.

Sprache/Schrift
Unterlagen in deutscher Sprache

Sachverwandte Unterlagen

Verwandte Verzeichnungseinheiten
Veröffentlichungen

Literatur:

25 Jahre Schweizerischer Verband Sozialer Baubetriebe 1932-1957:ein Beitrag zum schweizerischen Genossenschaftswesen. Zürich, Genossenschaftsdruckerei, 1957. Signatur: K 409

Lezzi, Otto. 50 Jahre Verband Schweizerischer Produktivgenossenschaften (VSP): 1932-1982. VSP (Hrsg.). Zürich: VSP, 1982. Signatur: Hg 305

Abrecht, Peter. Die Produktivgenossenschaften in der Schweiz. Thèse Université de Lausanne, 1953. Signatur: 19896

Jahresberichte 1932-, Signatur: K 409


Verzeichnungskontrolle

Informationen der Bearbeiter*in

Erschliessung und Verzeichnung im Winter 2005/2006 durch Simon Graf.