Sozialdemokratische Jugendorganisation der Schweiz


Identifikation

Signatur:

Ar 5

Entstehungszeitraum / Laufzeit:

1907-1918 (1945-1958)

Umfang:

1.15 m


Kontext

Verwaltungsgeschichte / Biographische Angaben
Gegr. 1911. Die SJO ging – als Jugendorganisation der SPS – aus dem 1906 gegründeten »Verband der schweizerischen Jungburschenvereine« hervor. Nach dem Ausbruch des Ersten Weltkrieges übernahm die schweizerische Jugendorganisation das Sekretariat der Sozialistischen Jugendinternationale. Unter der Führung von Willi Münzenberg, Willy Trostel, Julius Mimiola und Edy Meyer gehörte die SJO zur Parteilinken und übte grossen Einfluss zugunsten der Zimmerwalder Linken aus. Rund 6000 Mitglieder. Vor und während des Generalstreiks von 1918 war die SJO, zusammen mit den Altkommunisten um Jakob Herzog und Anton Waibel, für die Verbreitung einer revolutionären Stimmung und für die Angst des Bürgertums vor Unruhen und Revolution verantwortlich. Am 5.4.1920 Beitritt zur Kommunistischen Jugend-Internationale, als deren Sekretär Willy Münzenberg fungierte. Damit war eine Namensänderung in »Kommunistischer Jugendverband der Schweiz« (KJV) verbunden. Rasch abnehmende Mitgliederzahlen.
Übernahmemodalitäten
Der Bestand gelangte in mehreren Ablieferungen ins Schweizerische Sozialarchiv. 1968 erfolgte eine erste Abgabe aus dem Besitz von Edy Meyer. 1974 erhielt das Sozialarchiv von Anny Klawa-Morf, Bern, weitere Dokumente. Kleinere Nachlieferung 2014, bestehend aus Dokumenten, die über W. Kriescher und H. Alper ins Schweizerische Sozialarchiv gelangten.

Inhalt und innere Ordnung

Form und Inhalt
Der Archivbestand enthält: Akten des Zentralvorstandes (Korrespondenz, Kopierbücher, Statuten), Akten der Sektionen (Protokollbücher, Korrespondenz, Flugblätter, Zirkulare), persönliche Dokumente von Edy Meyer, Drucksachen (Broschüren, Berichte, Jahrbücher etc.).

Ferner sind vorhanden: Unterlagen der Sozialdemokratischen Jugendorganisation der Schweiz (SJS) aus den Jahren 1945-1958 [s. auch: SozArch Ar 1: Sozialdemokratische Partei der Schweiz].

Ergänzende Materialien finden sich im Nachlass Edy Meyer (SOZARCH Ar 150).
Bewertung und Kassation
Kassiert wurden Mehrfachexemplare.
Neuzugänge
Es werden keine Neuzugänge erwartet.

Zugangs- und Benutzungsbedingungen

Zugangsbestimmungen
Der Bestand ist im Lesesaal des Schweizerischen Sozialarchivs ohne Benutzungsbeschränkungen einsehbar.
Sprache/Schrift
Unterlagen in deutscher Sprache

Sachverwandte Unterlagen

Verwandte Verzeichnungseinheiten
Zeitschriften:
Veröffentlichungen

Verzeichnungskontrolle

Informationen der Bearbeiter*in
Die Verzeichnung erfolgte 1978 durch Karl Lang.