Sozialdemokratische Partei der Schweiz, Parti socialiste suisse, Partito socialista svizzero


Identifikation

Signatur:

Ar 1

Entstehungszeitraum / Laufzeit:

1869-2012

Umfang:

79.9 m


Kontext

Verwaltungsgeschichte / Biographische Angaben
Gegründet 1888 als sozialreformerische Linkspartei, seit 1943 im Bundesrat vertreten. Um die Jahrhundertwende starker Einfluss des internationalen Sozialismus, marxistisch geprägtes Parteiprogramm ab 1904. 1921 Parteispaltung und Formierung der Kommunistischen Partei der Schweiz (KPS). In den 30er Jahren rückte die SPS von der klassenkämpferischen Doktrin ab; schrittweise Integration in das bestehende politische System. Die SPS besitzt den Charakter einer Volkspartei. Der gesamtschweizerische Wähleranteil lag bei den Nationalratswahlen 2019 bei 16.84 Prozent.
Übernahmemodalitäten
Die Akten gelangten 1972 als Dauerleihgabe ins Schweizerische Sozialarchiv. Danach zahlreiche und teilweise umfangreiche Nachlieferungen. Die Nachlieferungen 2007 und 2008 wurden unter der Signaturgruppe "SOZARCH Ar 1.731" erfasst, jene von 2013 unter der Signaturgruppe "SOZARCH Ar 1.732" und die Nachlieferung 2017 unter"SOZARCH Ar 1.733".

Inhalt und innere Ordnung

Form und Inhalt
Der Bestand enthält: Protokolle: Aktionskomitee und Parteikomitee, 1883-1895; Geschäftsleitung und Parteivorstand, 1903-1994; Parteitage, 1888-1984. Unterlagen der Fraktion, 1926-1927, 1951-1998. Akten der SP-Frauen (Frauenkonferenzen, Zentrale Frauen Agitationskommission, Zentrale Frauenkommission, SP Frauen Schweiz), 1917-1996. Akten der Sozialdemokratischen Jugendorganisationen (SJO 1913-1921, SJS 1922-1959, VJS 1960-1971, JUSO 1973-1999). Protokolle und Akten der Fachkommissionen und Arbeitsgruppen. Parteigeschichtliches: Parteiprogramme, Statuten, Akten der Beschwerdekommission, Urabstimmungen, Parteispaltung, Programmrevisionen und Strukturreformen, Parteipresse. Thematische Akten: Maifeiern 1892-1969, Fronten und Faschismus 1923-1947; Nationalsozialismus 1931-1945. Schweizerische Innen- und Aussenpolitik (politische Parteien und Verbände, Sozial- und Wirtschaftspolitik, Militärpolitik, Neutralität, Europapolitik, UNO, Grundrechte etc.). Korrespondenz Aktionskomitee/Parteikomitee/Geschäftsleitung, 1882-1897; Korrespondenz Sekretariat, 1959-1967; Korrespondenz Geschäftsleitung und Parteivorstand, 1951-1970. Schriftverkehr mit Kantonalparteien und Sektionen, Schriftverkehr mit Arbeiter-Sport und -Kulturorganisationen. Internationale Korrespondenz (Sozialistische Internationale, ausländische sozialistische Parteien). Zirkulare 1920-1952. Bundeshauskorrespondenz (Berichterstattung durch Fritz Escher) 1964-1974. Referenten- und Agitationsmaterial 1943-1968. Drucksachen: Geschäftsberichte, Jahrbücher, Broschüren, Flugblätter und Flugschriften, Plakate, Abstimmungszeitungen). Biographisches (u.a. zu Friedrich Adler, Karl Barth, Stephan Bauer, Walther Bringolf, André Corswant, Karl Dellberg, Albert Ehrismann, David Farbstein, Valentin Gitermann, Herman Greulich, Robert Grimm, Johannes Huber, August Huggler, Jules Humbert-Droz, Margaretha Kissel, Otto Lang, Fritz Marbach, Léon Nicole, Ernst Nobs, Hans Oprecht, Fritz Platten, Ernst Reinhard, Max Weber).
Bewertung und Kassation
Kassiert wurden Mehrfachexemplare, Buchhaltungsbelege und Akten, die rein organisatorischen Zwecken dienten.
Neuzugänge
Es werden Neuzugänge erwartet.

Zugangs- und Benutzungsbedingungen

Zugangsbestimmungen
Der Bestand ist im Lesesaal des Schweizerischen Sozialarchivs ohne Benutzungsbeschränkungen einsehbar.
Sprache/Schrift
Unterlagen in deutscher französischer und italienischer Sprache

Sachverwandte Unterlagen

Kopien bzw. Reproduktionen
Aus dem Archiv der Sozialdemokratischen Partei der Schweiz wurden diverse Dokumente zur Zimmerwalder Bewegung mikroverfilmt (Briefe, Protokolle, Teilnehmerlisten). Signatur des Mikrofilms: MFC 57:1
Verwandte Verzeichnungseinheiten
Jahresberichte und Reihen: Zeitungen und Zeitschriften:
Veröffentlichungen

Verzeichnungskontrolle

Informationen der Bearbeiter*in
Die Erschliessung und Verzeichnung der ersten Aktenlieferung von 1972 erfolgte durch Karl Lang im Jahr 1978.