Die gegenwärtige Corona-Epidemie zwingt auch das Schweizerische Sozialarchiv zu einer starken Einschränkung seiner Dienstleistungen:

Archivbestellungen sind im Moment nicht möglich.

Wir danken für Ihr Verständnis und hoffen, Ihnen bald wieder mit allen unseren Dienstleistungen zur Verfügung stehen zu können.

Baumann, Fritz (1894-1992)


Identifikation

Signatur:

Ar 135

Entstehungszeitraum / Laufzeit:

1915-1992

Umfang:

3.2 m


Kontext

Verwaltungsgeschichte / Biographische Angaben

Besuch der Kantonsschule in Aarau, Studium der Rechtswissenschaften, Tätigkeit als Rechtsanwalt in Aarau. Von 1930-1961 gehörte B. dem aargauischen Obergericht an. Mitglied der Sozialdemokratischen Partei der Schweiz (bis 1965) und des VPOD (bis 1956). Zu seinen Spezialgebieten gehörten die Sozialpolitik (Unfallversicherung, AHV und IV) und die Bildungspolitik. B. hat die Politik der SP Aargau und der SPS in wichtigen Fragen mitgeprägt; v.a. als Vortragsredner und als Mitarbeiter der „Roten Revue“, des „Freien Aargauers“, der St. Galler „Volksstimme“ und der „Thurgauer Arbeiterzeitung“ nahm der Nonkonformist B. an den parteipolitischen Diskussionen regen Anteil. Aktives Mitglied der Wandervogelbewegung, langjähriger Präsident des Landesverbandes schweizerischer Kinderfreunde-Organisationen (LASKO). Ueberzeugter Abstinent, Gründer der aargauischen Genossenschaft für alkoholfreie Obstverwertung; Mitinitiant des Jurahauses Haselmatt, des Bildungsheimes Hasenberg am Mutschellen und des Arbeiterstrandbads Tennwil am Hallwilersee. B. leitete während längerer Zeit die Kinderhilfe des Schweizerischen Arbeiterhilfswerkes und war in der Nachkriegszeit Präsident der Kinderhilfe des Schweizerischen Roten Kreuzes.

Übernahmemodalitäten

Die Akten gelangten 1993 aus dem Archiv für Zeitgeschichte der ETH Zürich ins Schweizerische Sozialarchiv, das zu einem früheren Zeitpunkt bereits das von Fritz Baumann zusammengetragene Wandervogel-Archiv (SOZARCH Ar 19) übernommen hatte.


Inhalt und innere Ordnung

Form und Inhalt

Der Bestand enthält: Persönliche Korrespondenz, Aufzeichnungen zu verschiedenen Organisationen der Arbeiter- und Jugendbewegung, journalistische Arbeiten

Bewertung und Kassation

Es wurden keine Kassationen vorgenommen.

Neuzugänge

Neuzugänge werden nicht erwartet.


Zugangs- und Benutzungsbedingungen

Zugangsbestimmungen

Der Bestand ist im Lesesaal des Schweizerischen Sozialarchivs ohne Benutzungsbeschränkungen einsehbar.

Sprache/Schrift
Unterlagen in deutscher Sprache

Sachverwandte Unterlagen

Verwandte Verzeichnungseinheiten

Verzeichnungskontrolle

Informationen der Bearbeiter*in

Die Verzeichnung erfolgte 1997 durch Urs Kälin.