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Dokumentation „Alte Stadtgärtnerei“ Basel


Identifikation

Signatur:

Ar 201.112

Entstehungszeitraum / Laufzeit:

1987-1990

Umfang:

0.15 m


Kontext

Verwaltungsgeschichte / Biographische Angaben

Ende der Achtziger Jahre begann sich in Basel, der Stadt am Knie des Rhein, eine kleine Gruppe heranzubilden, die sich mit den anderen autonomen Bewegungen der Schweiz verbunden fühlte. Ziel der Bewegung war es, sich für einen unabhängigen Freiraum einzusetzen, den die Gruppe in den Jahren 1986/88 mit der Alten Stadtgärtnerei (ASG) Basel auch fand.

Die “Stadtgärtner“, wie sie fortan genannt wurden, machten aus der ASG einen Ort der alternativen Künste: So organisierten sie regelmässig Konzerte, Kinoabende sowie Theateraufführungen, die sonst nirgendwo Platz gehabt hätten.

Den Behörden war eine solche Nutzung der ASG schon lange ein Dorn im Auge. Um nicht mehr dem Vorwurf der illegalen Besetzung ausgesetzt werden zu können, reichte die Gruppe eine Initiative ein, die ihre Besetzung legalisieren sollte. Im Frühling 1988 kam es zur Volksabstimmung über den “Volkspark im St. Johann“. Das Projekt scheiterte mit einem Ja-Stimmen-Anteil von 44 Prozent, und die Stadt liess das Gelände am 21.Juni 1988 räumen.

Das ausrangierte Kino “Union“ bot den Vertrieben kurz darauf eine neue Bleibe-Möglichkeit, wurde jedoch am 3.April 1989 ebenfalls polizeilich geräumt. Die dritte Station der einstigen „Stadtgärtner“ war die Kasernenmatte (bis zum 1.Juni 1989). Es folgte die Schaffung des Libertären Zentrums, das ein Mischmasch aus Volksküche, Kaffeehaus und Drittweltladen darstellte.

Übernahmemodalitäten

Der Bestand wurde dem Schweizerischen Sozialarchiv am 2.9.2002 von Stéphane Vuilleumier übergeben.


Inhalt und innere Ordnung

Form und Inhalt

Der Bestand enthält: Eine wertvolle Dokumentation zur Geschichte der Alten Stadtgärtnerei mit vielen Flugblättern, Broschüren, Zeitschriften und Zeitungsausschnitten zur Stadtgärtnerei, zum Kino "Union" und zum Libertären Zentrum.

Neuzugänge

Neuzugänge werden nicht erwartet.


Zugangs- und Benutzungsbedingungen

Zugangsbestimmungen

Der Bestand ist im Lesesaal des Schweizerischen Sozialarchivs ohne Benutzungsbeschränkungen einsehbar.

Sprache/Schrift
Unterlagen in deutscher Sprache

Sachverwandte Unterlagen

Verwandte Verzeichnungseinheiten

Verzeichnungskontrolle

Informationen der Bearbeiter*in

Die Bearbeitung erfolgte im September 2002 durch Silvan Kühne.