Für die Konsultation der Unterlagen im Lesesaal vereinbaren Sie bitte telefonisch (043 268 87 50) einen Termin, da die Platzzahl im Lesesaal aufgrund der Corona-Situation beschränkt ist. Der Zugang zum Lesesaal ist nur mit bestätigter Platzreservation möglich.

SMUV Sektion Zürich


Identifikation

Signatur:

Ar 422

Entstehungszeitraum / Laufzeit:

1873-2004

Umfang:

27.5 m


Kontext

Verwaltungsgeschichte / Biographische Angaben

Gegründet 1901 durch Verschmelzung der Stadtzürcher Fachvereine der Giesser und Schlosser und der Allgemeinen Sektion der Metallarbeiter. Im Juni 1905 fusionierte der 1873 gegründete Spengler-Fachverein mit der Sektion Zürich des Metallarbeiter-Verbandes. Zwischen 1905 und 1907 zahlreiche Arbeitskämpfe und Streiks. Aus dem Spenglerstreik von 1907 ging die Genossenschaft für Spengler-, Installations- und Dachdeckerarbeit hervor (später: SADA-Genossenschaft). 1921 geriet die Sektion im Zusammenhang mit der Spaltung der Arbeiterbewegung in eine schwere Krise; Auflösung Ende 1921 und Neugründung unter Otto Manz. Aus der Sektion Zürich heraus wurde 1929 die Genossenschaft Hammer gegründet. Auf den 1. Januar 1934 trat der Zusammenschluss der drei Sektionen Zürich, Oerlikon und Schlieren in Kraft. Die Sektion zählte nun mehr als 7'500 Mitglieder. Als höchste Instanz wurde neu die Delegiertenversammlung eingesetzt. Die Sekretariate in Schlieren und Oerlikon wurden weiter geführt. 1939 Gründung der „Bürohaus am Stauffacher AG“, 1947 Gründung der „Landhus AG“. Gründung der Gewobag (Gewerkschaftliche Wohn- und Baugenossenschaft) während des Zweiten Weltkrieges. 2004 Zusammenschluss mit GBI und VHTL zur neuen interprofessionellen Gewerkschaft Unia.

Übernahmemodalitäten

Der Bestand gelangte am 20.07.2004 aus dem SMUV-Sekretariat an der Werdstrasse ins Schweizerische Sozialarchiv. Die Übernahme wurde von Kaspar Wohnlich betreut.


Inhalt und innere Ordnung

Form und Inhalt

Das Archiv des SMUV Zürich enthält die Protokolle und Akten der Zentralen Gremien (Vorstand, Versammlungen, Vertrauensleute) sowie der Geschäftsstelle, Unterlagen der Mitgliedergruppen, Akten betr. Sozialwerke, Akten der Annexbetriebe (Genossenschaft Hammer, SADA, Bürohaus AG, Landhus AG, etc.), umfangreiche Akten der Industriegruppen (u.a. Accumulatorenfabrik, Albiswerk AG, Belmag, Berkels AG, Daverio AG, Escher Wyss AG, Maag Zahnräder AG, Maschinenfabrik Oerlikon MFO/Asea Brown Boveri BBC, Micafil AG Zürich, Orion Automobilwerkstätten Zürich, Reishauer Werkzeugfabrik Zürich, Kugellagerwerke J. Schmid-Roost AG Oerlikon SRO, Schweizerische Werkzeugmaschinenfabrik Oerlikon SWO/Oerlikon Bührle, Schweizerische Wagons- und Aufzügefabrik Schlieren SWS, Technochemie AG, Union Kassenfabrik AG, Wohlgroth und Cie.), Akten der Gewerbegruppen (u.a. Elektriker/Elektromonteure, Heizungs-/Lüftungsmonteure, Sanitärmonteure, Autogewerbe, Spengler, Dachdecker, Betriebsfachleute/Technische Industrieangestellte, Bauschlosser), Drucksachen und Objekte. Die ältesten Protokollbände der Fachvereine sowie der Sektionen Zürich, Oerlikon und Schlieren befinden sich im Zentralarchiv des SMUV (CH SOZARCH SMUV).

Neuzugänge

Es werden keine Neuzugänge erwartet.


Zugangs- und Benutzungsbedingungen

Zugangsbestimmungen

Der Bestand ist im Lesesaal des Schweizerischen Sozialarchivs ohne Benutzungsbeschränkungen einsehbar.

Sprache/Schrift
Unterlagen in deutscher Sprache

Sachverwandte Unterlagen

Verwandte Verzeichnungseinheiten
Veröffentlichungen

Literatur:

E. Geiser: Die Geschichte der Sektion Zürich des Schweizerischen Metall- und Uhrenarbeitnehmerverbandes SMUV 1901-1976, hrsg. von der Sektion Zürich des SMUV anlässlich der Jubiläumsfeier vom 22. Mai 1976 im Hotel Restaurant Landhus, K 298.

Jahresberichte SMUV Zürich; Signatur: K 298


Verzeichnungskontrolle

Informationen der Bearbeiter*in

Der Bestand wurde im Herbst 2004 von Stefan Länzlinger, Liliane Weber und Anouk Kaufmann geordnet und verzeichnet.