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Gemeinnütziger Frauenverein Zürich (GFZ)


Identifikation

Signatur:

Ar 495

Entstehungszeitraum / Laufzeit:

1889-2006

Umfang:

5.5 m


Kontext

Verwaltungsgeschichte / Biographische Angaben

Der Gemeinnützige Frauenverein Zürich (GFZ) wurde 1885 als Sektion des Schweizerischen Frauenverbandes gegründet und setzt sich mit diversen Einrichtungen für die Anliegen von Frauen, Kindern und Familien ein. Zu den frühen Werken des GFZ gehörten ein Lesesaal, eine Arbeitsvermittlung und eine Flickschule. 1895 folgte die Gründung einer ersten Krippe an der Hallwylstrasse, der dann weitere Krippen folgten: 1897 Krippe Reinhardstrasse, 1902 Krippe Josefstrasse, 1906 Krippe Neustadtgasse, 1911 wurde die Krippe an der Hallwylstrasse durch eine Krippe an der Köchlistrasse ersetzt, 1918 Krippe Zelgstrasse, 1931 Krippe im Kirchgemeindehaus Wipkingen, 1939 Krippe Zollikerstrasse, 1944 Übernahme der Krippe Altstetten und 2006 Eingliederung der Krippe Seebach in den GFZ. 1903 richtete der GFZ eine freiwillige Armenpflege in Form einer Hilfskolonne ein, die bis 1929 bestand. Nähnachmittage ab 1904 und eine Fürsorgestelle für Lungenkranke (ging 1911 an die Stadt) waren weitere Aktivitäten des GFZ. Während des ersten und zweiten Weltkrieges hatte der GFZ ausserdem eine Kriegswäscherei betrieben. 1940 wurde an der Reinhardstrasse ein Wohnheim für ältere Hausangestellte und 1948 ein Wohnheim für alleinstehende Frauen an der Reinacherstrasse eingerichtet. Der GFZ engagierte sich auch in der Ausbildung von Frauen: 1896 wurde das Seminar für Haushaltslehrerinnen gegründet, das ab 1897 im Haus „Morgenthal“ an der Gemeindestrasse 11 beheimatet war. Das Seminar entwickelte sich in der Folge zu einer eigentlichen Haushaltungsschule mit einem breiten Lehrangebot: ab 1911 werden neben Haushaltslehrerinnen auch Hausbeamtinnen ausgebildet und zahlreiche Kurse vermittelten Wissen und Können auf dem Gebiet des Haushaltes. Ab 1982 heisst die Haushaltsschule „Hauswirtschaftliche Fachschule (HFZ)“ und wird ein Jahr später eine Höhere Fachschule, die auch Männern offensteht. 1990 wird die „Hauswirtschaftliche Fachschule“ in „Zentrum für Kaderbildung Zürich (ZKZ)“ umbenannt. 1997 wird mit dem Studiengang „Oekotrophologie“ der erste Fachhochschulstudiengang eingeführt, der nach der Fusion mit der Fachhochschule Wädenswil unter neuer Trägerschaft in Wädenswil durchgeführt wird. Die Ausbildung der Hauswirtschaftslehrerinnen, die seit 1969 in Pfäffikon durch den Kanton durchgeführt wurde, kehrte 1997 an die Haushaltungsschule zurück, ist aber in der Zwischenzeit in der Ausbildung Sekundarstufe I an der Pädagogischen Hochschule Zürich aufgegangen. Heute betreut der GFZ über 1000 Kinder in 11 Kindertagesstätten und in Tagesfamilien, fördert die Aus- und Weiterbildung von Jugendlichen und bietet Wohnmöglichkeiten für GFZ Lernende und Studentinnen an.

Übernahmemodalitäten

Das Archiv des gfz gelangte am 3. August 2010 als Dauerleihgabe ins Schweizerische Sozialarchiv. Die Archivübernahme wurde betreut von Frau U. Herzog.


Inhalt und innere Ordnung

Form und Inhalt

Der Archivbestand des GFZ enthält zum einen die Protokollserien der Gremien (Vorstand, Versammlungen, Kommissionen u. Arbeitsgruppen). Weitere Aktenserien bestehen für die wichtigsten Betätigungsfelder, namentlich für die Haushaltungsschule und die zahlreichen Kinderkrippen. Der Bestand enthält auch Dossiers zu den Jubiläen der einzelnen Einrichtungen sowie Pressematerial, vereinseigene Publikationen und Fotodokumente.

Bewertung und Kassation

Kassiert wurden Mehrfachexemplare und Akten, die rein organisatorischen Zwecken dienten.

Neuzugänge

Neuzugänge werden erwartet


Zugangs- und Benutzungsbedingungen

Zugangsbestimmungen

Der Bestand ist im Lesesaal des Schweizerischen Sozialarchivs ohne Benutzungsbeschränkungen einsehbar.


Sachverwandte Unterlagen

Verwandte Verzeichnungseinheiten
Veröffentlichungen

Verzeichnungskontrolle

Informationen der Bearbeiter*in

Bearbeitet von U. Kälin und I. Rüttimann im Oktober 2010.