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Dokumentation Miklos Magos


Identifikation

Signatur:

Ar 592

Entstehungszeitraum / Laufzeit:

1972-1992

Umfang:

0.3 m


Kontext

Verwaltungsgeschichte / Biographische Angaben

Unterlagen von Miklos Magos (1946-2015) zu Projekten, in denen er engagiert war. Miklos Magos wurde 1946 in Budapest geboren. Seine Eltern, Gabor und Judith Magos, schlossen sich nach 1945 der Kommunistischen Partei an, gerieten aber zunehmend in Widerspruch zur Parteidoktrin. 1956 kam Miklos Gabor mit seiner Mutter und den Geschwistern Judit und Gabriel Magos nach Zürich. Der Vater folgte später nach und die Familie liess sich in Dübendorf nieder.

Übernahmemodalitäten

Der Bestand gelangte am 13.10.2015 ins Schweizerische Sozialarchiv. Die Ablieferung wurde von Judit Luif-Magos betreut.


Inhalt und innere Ordnung

Form und Inhalt

Der Bestand enthält Unterlagen zu folgenden Projekten:

Notschlafstelle Gessnerallee: Etwa 100 Leute fanden im temporären Notschlafstellenprojekt Gessnerallee der Stadt Zürich im Winterhalbjahr (Nov. 1988 – April 1989) ein Bett in Schlafcontainern. Es gab 32 Plätze in 4 Containern (Baubaracken). Rund 45 Personen waren regelmässige BenützerInnen. Es wurden auch Mahlzeiten angeboten und den Drogenabhängigen wurden saubere Spitzen abgegeben oder sie konnten an einem Methadonprogramm teilnehmen. Zudem wurden Informationen betr. Arbeit, Wohnen, Entzugsplätze und therapeutische WGs vermittelt und es gab ein Sanitätszimmer.

Jugendhaus Dübendorf: Das Jugendhaus Dübendorf wurde im Dezember 1971 eröffnet. Es sollte ein Treffpunkt werden mit Kaffeebetrieb, Teestübli, Lesestoff, Spielen, Disco, Arbeitsgruppen, Konzerten etc. Es wurden auch Räume vermietet für Gruppenarbeit, Projekte, Aktionen, Kurse oder andere Veranstaltungen. Bereits nach wenigen Monaten gab es aus der Nachbarschaft zahlrreiche Klagen über Lärmimmissionen. Dies führte dazu, dass der Mietvertrag per 30.09.1973 gekündigt wurde. Am 01.08.1981 wurde in Dübendorf ein Jugend-Treffpunkt an der Storchengasse eröffnet, trotz spärlichen Finanzen und belastender Vorgeschichte.

Quartierzentrum Kanzlei: Das Quartierzentrum Kanzlei wurde am 1. September 1984 (am sogenannten Tag der Jugend) im leerstehenden Kanzleischulhaus eröffnet. Es handelte sich aber lediglich um ein Provisorium ohne Rechtsgrundlage.

Bewertung und Kassation

Mit Ausnahme von Dubletten und Mehrfachexemplaren wurden keine Kassationen vorgenommen. Der Fotobestand wurde der Abteilung Bild+Ton des Schweizerischen Sozialarchivs übergeben.

Neuzugänge

Nachlieferungen werden nicht erwartet.


Zugangs- und Benutzungsbedingungen

Zugangsbestimmungen

Der Bestand ist im Lesesaal des Schweizerischen Sozialarchivs ohne Benutzungsbeschränkungen einsehbar.

Sprache/Schrift
Akten in deutscher Sprache

Sachverwandte Unterlagen


Verzeichnungskontrolle

Informationen der Bearbeiter*in

Der Bestand wurde im Oktober 2015 von U. Kälin und H. Villiger bearbeitet.