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Pro Senectute Schweiz, Stiftungsarchiv


Identifikation

Signatur:

Ar 504

Entstehungszeitraum / Laufzeit:

1917-2015

Umfang:

13.3 m


Kontext

Verwaltungsgeschichte / Biographische Angaben

Gegründet 1917 als „Stiftung für das Alter“ in Winterthur auf Initiative des Winterthurer Arbeiterpfarrers Albert Reichen. Hintergrund war die materielle Not vieler älterer Menschen, da keine Sozialversicherung existierte. Neben der gesamtschweizerischen Stiftung wurden in den folgenden Jahren in allen Kantonen Kantonalkomitees gegründet, welche die operative Tätigkeit wahrnahmen, während die gesamtschweizerische Stiftung die politische Überzeugungsarbeit leistete und sich für die Finanzierung durch den Bund einsetzte.

Übernahmemodalitäten

Das Stiftungsarchiv von Pro Senectute Schweiz gelangte 2011 als Dauerleihgabe ins Sozialarchiv. Die Übernahme wurde durch die Trialog AG vermittelt, welche auch die Aufarbeitung des Bestandes besorgte. Eine umfangreiche Nachlieferung, ca. 7.0 laufende Meter, erfolgte am 27.10.2016 (betreut durch D. Sulzer). Diese Nachlieferung wurde unter der Signaturgruppe Ar 504.20 verzeichnet.


Inhalt und innere Ordnung

Form und Inhalt

Kernbestand des Stiftungsarchiv sind die Protokolle der Stiftungsgremien Stiftungsversammlung (bis 1990 Abgeordnetenversammlung) und Stiftungsrat (bis 1990 Direktionskomitee bzw. Leitender Ausschuss des Direktionskomitees). Der grösste Teil dieser Protokolle wurde durch einen Wassereinbruch beschädigt und anschliessend verfilmt und eingescannt. Die eingescannten Protokolle (ca. 15‘000 Einzelseiten) wurden für die Archivierung aufbereitet zu PDF-Dateien, welche jeweils alle Unterlagen zu einer Sitzung enthalten. Die Papierakten beinhalten mehrheitlich Unterlagen der Geschäfts- und Fachstelle Pro Senectute Schweiz (bis 1996 Zentralsekretariat).

Bewertung und Kassation

Kassiert wurden neben Doubletten alle Unterlagen mit rein organisatorischem Inhalt (z.B. Einladungen) und ohne Bezug zu Pro Senectute (z.B. Werbebroschüren anderer Organisationen, Gesetzesentwürfe zu Vernehmlassungen der Pro Senectute, etc.). Ebenso kassiert wurden Rechnungsbelege sowie Personalakten.

Neuzugänge

Neuzugänge werden erwartet.


Zugangs- und Benutzungsbedingungen

Zugangsbestimmungen

Gemäss Vertrag zwischen Pro Senectute und dem Schweizerischen Sozialarchiv sind Akten, die mehr als 50 Jahre alt sind, im Lesesaal des Sozialarchivs ohne Benutzungsbeschränkungen einsehbar. Elektronische Unterlagen können aus dem Archivverzeichnis auf der Website des Sozialarchivs direkt aufgerufen werden. Für die Einsichtnahme in Dokumente, die jünger als 50 Jahre sind, ist eine Ermächtigung der Pro Senectute Schweiz erforderlich. Die entsprechenden Dossiers sind im Verzeichnis ohne Signatur aufgeführt. Von dieser Regelung sind die publizierten Drucksachen ausgenommen.

Sprache/Schrift
Die meisten Unterlagen sind in deutscher Sprache verfasst; die Protokolle der Gremien liegen teilweise auch in Französisch und Italienisch vor.

Sachverwandte Unterlagen

Verwandte Verzeichnungseinheiten
Veröffentlichungen

Kurt Seifert: Chronik Pro Senectute, Zürich: Pro Senectute Schweiz, 2007


Verzeichnungskontrolle

Informationen der Bearbeiter*in

Der Aktenbestand wurde 2011 durch Sybille Schindler (Trialog AG) geordnet und verzeichnet. Die digitalisierten Protokolle wurden durch die Trialog AG aufbereitet und durch Urs Kälin (Sozialarchiv) verzeichnet.